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Der Fickeltünnesweg

Wandern auf dem Geschichtswanderweg rund um Allendorf

Auf diesem Rundweg am Sauerland-Höhenflug rund um Allendorf erleben Sie schöne Ausblicke auf das Sauerland und Einblicke in die Geschichte der Titularstadt Allendorf. Auf 32 Bild- und Texttafeln an 16 Stationen können Sie Geschichte und Geschichten, Lustiges, Trauriges und Kurioses aus der Vergangenheit ‚erwandern’.

Weglänge: ca. 14,6 km
Gehzeit:

3,5 Stunden

Einkehrmöglichkeiten: Einkehrmöglichkeiten sind vorhanden
Sehenswürdigkeiten:
  • Ort Allendorf
  • Ziegengehege auf der Steinert
  • Sieben-Schmerzen-Marienweg
Wanderkarte: Sundern am Sorpesee
GPS-Track: www.ich-geh-wandern.de/geschichtswanderweg-allendorf-sundern
Anreise ÖPNV:

Bus R21 von Arnsberg bis Haltestelle Sundern, Allendorf Markt.
www.westfalenbus.de

Dieser Wanderweg ist mit einem weißen H auf blauem Grund gekennzeichnet und beginnt am kleinen Marktplatz von Allendorf. Der Geschichtswanderweg in Allendorf bei Sundern wurde im Jahr 2002 mit 15 Stationen angelegt, im Jahr 2013 wurde er als Rundweg am Sauerland-Höhenflug anerkannt und markiert. Der Fickeltünnes-Wanderweg führt Sie zu Kapellen, Zechen, Hügelgräber und zu geschichtsträchtigen Orten. An dicken Holzstelen werden Geschichten, Lustiges, Trauriges und Kurioses aus der Vergangenheit erläutert.

Beginn ist der Marktplatz in Allendorf.  Hier finden Sie auch Wanderinformationen über das örtliche Wandernetz, über den Rundweg selber und aktuelle Informationen vom SGV.
Vom Parkplatz aus wenden Sie sich rechts und gehen durch die Marktgasse in die Altstadtstraße und kommen am Namensgeber dieses Weges vorbei, dem Fickeltünnes. Der hl. Antonius wird oft mit einem Schwein (plattdeutsch: Fickel) abgebildet und ist der Schutzheilige der Allendorfer Kirche.

Über den Kreuzweg führt der Fickeltünnes-Wanderweg hinauf auf den Kaukenberg. Hier haben Sie die ersten schönen Aussichten über das Sauerland. Drei Stationen liegen auf diesem Weg, bevor der Rundweg im großzügigen Park von Allendorf mit Spielplatz angekommt. Weiter geht es über den Stationsweg „Die sieben Schmerzen Mariens“, eine Einmaligkeit im Sauerland, zum Krusenberg. Hier trifft der blau markierte Rundweg auf den gelb markierten Sauerland-Höhenflug, dem Sie nun in Richtung Affeln folgen. Wunderschöne schmale Pfade durch Wälder und Freiflächen und herrliche Aussichten erwarten Sie auf dem Sauerland-Höhenflug bis zum Hagener Kreuz. Unterwegs haben Wanderer die Steine am Wegesrand zu interessanten Skulpturen aufeinandergeschichtet - mitmachen erwünscht! Am Hagener Kreuz selber lädt ein runder Tisch mit Bank lädt zu einer entspannten Rast ein.

Nun verlassen Sie den Sauerland-Höhenflug und es geht hinunter in das Tal der ‚Krähe’, wo der kleine Bach zauberhaft durch eine Wiese mäandert. Entlang des kleinen Flusses verläuft der Rundweg über einen kleinen Pfad durch einen Fichtenwald und erreicht die Landstraße L 619, die sie überqueren müssen. Der Fickeltünnes-Wanderweg führt nun entlang der ehemaligen Grube Hermann, die heute unter Naturschutzgebiet steht, und durch Fichtenwälder bis zur Landstraße L 842, der Sie kurz in Richtung des kleinen Örtchens Hüttebrüchen folgen müssen. Nach nur wenigen Metern biegt der Wanderweg aber wieder links in einen Forstweg ab. Nun wird die Landschaft offener. Wiesen, Felder und Baumreihen wechseln sich ab und eröffnen immer wieder wunderbare Weitsichten. Auch der  sogenannte ‚Allendorfer Bahnhof’ am Ödenberg liegt in einer riesigen Kyrillfläche. Eine Schutzhütte bietet Ihnen eine weitere Rastmöglichkeit. Durch das ‚Alte Feld’ und am ‚Eichenberg’ entlang begleitet Sie eine prächtige Aussicht. Bald kommen Sie zum Naturschutzgebiet an der ‚Steinert’. Im Frühjahr blühen hier zahllose Märzenbecher und Schlüsselblumen.

Seit dem Frühjahr 2014 ist das Naturschutzgebiet Steinert um eine Attraktion reicher. Seit über 70 Jahren beweiden erstmals wieder Ziegen das Naturschutzgebiet, die Büsche und Sträucher verbeisen und so die Steinert vor der drohenden Verwaldung schützen. Diese Arbeit übernehmen die Walliser Schwarzhalsziegen, eine vom Aussterben bedrohte Ziegenrasse. Der Fickeltünnes-Wanderweg führt über einen Stichweg in das Ziegengehege hinein bis zum Gipfelkreuz, wo sich Ihnen wieder ein wunderschöner Ausblick auf Allendorf und die gesamte Wanderstrecke eröffnet. Auch der Pfad, der in einem Bogen um die Steinert herum führt, verläuft teilweise durch das Ziegengehege.

Nun erreichen Sie Allendorf und damit den Ausgangs- und Zielpunkt der Wanderung.

Hier sind die Stationen, die Sie erwandern in der Übersicht:

1. Kreuzweg/Friedhof/SGV-Hauptwanderweg "X24": Begräbnisfeierlichkeiten um 1800
2. Der Allendorfer Stadtwald: "So reich wie Allendorfer Eichen"
3. Mutter-Anna Kapelle/Agatha-Prozession/Fritz-Droste-Kuhle: Dai "Laigen-Schmidt" iut Ollerpe
4. Das alte Ehrenmal / Der Felsenkeller: "Königliche Hoheit" zu Gast in Allendorf
5. Das neue und alte Brünneken
6. Gemarkungsgrenze in Allendorf-Hagen: Der Schwur
7. Der Erzbergbau in der Hermannszeche (II)
8. Der Erzbergbau in der Hermannszeche (I)
9. Zeche "Ida": Kaiserlicher Eisenbahnwaggon für "Sedan-Veteran"
10. Die Jagd in Allendorf: Die Hügelgräber um Allendorf
11. Die Jagdgenossenschaft
12. 11. April 1945
13. Der Hexer Kaspar-Kellermann: "Die Hollen im Hohlenstein" >Eine Allendorfer Sage<
14. Der Allendorfer Hausberg: Die Steinert
15. Lohmühle und Gerberei