Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis.

Hubert Prange: Ein Jahrzehnt erfolgreiche SGV-Wanderwegearbeit

Am 12. Juni 2010 wählte die SGV-Hauptversammlung - heute Delegiertenversammlung - Hubert Prange zum neuen Hauptfachwart für Wege als Nachfolger von Lothar Wolf, der für ein Jahr kommissarisch Joachim Meinhard abgelöst hatte. 2014 wurde er für vier Jahre wiedergewählt, 2018 stellte er sich noch einmal für zwei Jahre für das Amt zur Verfügung. So konnte er den Wegebereich mit insgesamt 39 Tkm markierten Wanderwegestrecken im SGV-Vereinsgebiet für ein Jahrzehnt prägen und so manches anstoßen.

Ein Mann der lauten Töne ist Hubert Prange nicht. Er hat vielmehr mit kommunikativer Überzeugung viele gemeinsam vereinbarte Themen zum Abschluss gebracht. Beruflich war er bei der Sparkasse Arnsberg-Sundern im Bereich der Unternehmenssteuerung verantwortlich tätig. Was er dort sozusagen jeden Tag vermittelt hat, brachte er schließlich auch in den SGV ein: Ein sicheres Finanzmanagement, eine stringente Arbeitsweise gepaart mit einem herzlichen Verhältnis zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Wegebereich.

Bereits bei seiner Vorstellung in unserer „Kreuz & Quer“ im Jahr 2010 erläuterte er nachdrücklich, worauf es ihm in seinem neuen Amt ankäme: „Qualität statt Quantität“. Will heißen: Neben einer lückenlosen und verständlichen Wegemarkierung ist es wichtig, Schwachstellen auf den Wanderwegen zu erkennen – und diese abzustellen! Daraus folgerte er zu Recht, die Ausbildung der Wegemarkierer neu zu organisieren, sie kontinuierlich weiterzubilden und ihnen eine ehrenamtliche  Aufwandsentschädigung zukommen zu lassen. All dies hat Hubert Prange in den zehn Jahren seiner Amtszeit realisieren können.

Rückschauend erklärt Hubert Prange: „Ich habe weitestgehend nur als strategischer und operativer Moderater fungiert. Ohne die tatkräftige Unterstützung und Zuarbeit insbesondere der ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Lenkungskreises Wege sowie des Fachausschusses Wege und natürlich der hauptamtlichen Mitarbeit der SGV-Geschäftsführer sowie der Unterstützung der Kolleginnen des Wegemanagements hätte vieles nicht erreicht werden können.“

In seine Amtszeit fällt die konsequente Umsetzung der Ergebnisse aus der durchgeführten individuellen Bestandsaufnahme der SGV-Hauptwanderwege aus 2008/2009 mit der Folge, dass drei SGV-Hauptwanderwege zur Gänze aufgegeben wurden. Drei weitere Hauptwanderwege gingen in die individuelle Verantwortung der Anrainerbezirke.

Hinzu kommt die Straffung der organisatorischen Abläufe, die Einführung einer einheitlich gültigen SGV- Preis- und Gebührentabelle, die Unterstützung und Beratung des Tourismus bei der Einrichtung von neuen Wanderwegen sowie bei der aktuellen Wegebestandsaufnahme und der Wegemarkierung im Wabensystem.

Natürlich lag ihm auch die Wegedigitalisierung am Herzen. Dazu zählt die konsequente Fortführung der von Dr. Christof Meier initiierten digitalen Erfassung von SGV-Wanderwegen mit nur zugelassenen Markierungszeichen; der verstärkte Ausbau der Zusammenarbeit mit GEObasis NRW und die erforderliche Programmumstellung von TT QV4 auf QV7. Auch der Aufbau eines Netzwerkes von örtlichen Wegedigitalisierern und Wegedigitalisiererinnen dient der DIGI-Qualitätssicherung.

Erwähnung finden müssen selbstverständlich auch seine Bemühungen um die Wegezertifizierung, die einherging mit dem Aufbau und (internen) Schulungen eines DWV-qualifizierten Wege-Bestandserfasser-Pools.

Durch die enge Kooperation mit GPS-Wanderatlas Deutschland wurde die Möglichkeit geschaffen, explizit SGV-Tourentipps kostenlos als PDFF/GPX-Datei allen Interessierten kostenlos zur Verfügung zu stellen. So sind unter der Rubrik „SGV-Quality raus in die Natur“ inzwischen 886 SGV orientierte Wandervorschläge mit 22,8 Tkm eingestellt. Seit Neuestem kann jede Wanderfreundin und jeder Wanderfreund unter „SGV ad hoc rein ins Erlebnis“ seine/ihre persönliche, individuelle Wanderung für die Allgemeinheit zum Nachwandern einstellen.

In seine Amtszeit fällt überdies die einheitliche SGV-Wegemarkiererausbildung durch organisatorische Zentralisierung auf die SGV-Wanderakademie – und die konsequente Fortführung weg vom „Malen“ hin zur Markierung durch Anbringen von Markierungsfolien im Klebeverfahren.

Als Hauptfachwart für Wege vertrat Hubert Prange den Wegebereich auch im SGV-Präsidium, im SGV Marketing-Beirat, im Vorstand des Rothaarsteig-Vereins e.V. und auch als Delegierter beim Deutschen Wanderverband im Fachbereich Wege.

Hubert Prange, seit 1977 Mitglied der Abteilung Hüsten, hat viel für den SGV geleistet, das Präsidium ist ihm zu großem Dank verpflichtet. Das Präsidium und die Redaktion der „Kreuz & Quer“ wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und dass er noch etliche Wanderkilometer mit hervorragender Markierung erleben wird.


Dr. Peter Kracht
Chefredakteur der Kreuz & Quer

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