Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis.
Die Helfensteine

Arbeitskreis Wanderferien

Für mehr als 60 Jahre boten die erfahrenen und zertifizierte Wanderführer des Arbeitskreises Wanderferien, mehrtägigen Wanderferien sowohl für den SGV als auch für den DWV an.


Tagung des AK Wanderferien am 17. /18. /19. April 2015

Zur Feier seines 60-jährigen Bestehens trafen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Ferienwandern in Medebach-Medelon, der Toskana des Sauerlandes. Hildegard Wächter, die Leiterin des AK, hatte ein interessantes Programm vorbereitet. Zunächst wanderten die Teilnehmer auf dem Medebacher Bergweg nach Dreislar. Dort erwartete sie bereits Herr Brocke im Schwerspatmuseum, um gekonnt und kurzweilig einen Überblick über die Erdgeschichte und die Entstehung des Schwerspats zu geben. Mit großem Interesse hörten die Wanderführer, dass der kleine Ort Dreislar den Umbau des Museums in zig-tausend Arbeitsstunden allein gestemmt hatte und bewunderten dieses außergewöhnliche Museum um so mehr.
Nach einer leckeren Kaffee-Einkehr im Burghof der Familie Kappen ging es wieder zurück nach Medelon.

Dort begann der 1. Teil der Tagung. Dr. Wolfgang Eckel, Hauptwanderwart des SGV, gab einen Überblick über die Wander - Aktivitäten im SGV und im DWV. Der Rückgang von Angeboten im Bereich des Ferienwanderns war noch deutlicher als im vergangenen Jahr festzustellen. So ergab sich die Überlegung, den AK nach 60 Jahren aufzulösen. Der Antrag ging ohne Gegenstimmen durch. Diejenigen Wanderführer, die weiter überörtliche Wanderwochen anbieten, wollen aber ein jährliches Treffen beibehalten. Die Organisation wird Martin Velling übernehmen.

Dr. Wolfgang Eckel nahm nun die Ehrungen vor.

Er überreichte Gratulation und Geschenk des Fachbereichs Wandern für 30-jährige Arbeit im AK an Elke Lumpe und Helga und Günter Petersen. Für 20-jährige Mitarbeit wurden Erna und Hans Bunk geehrt.

Geburtstagsglückwunsche und Geschenke vom Hauptwanderwart und vom Präsidium erhielten Elke Lumpe zum 75-Jährigen, Hildegard Wächter zum 70-Jährigen.

Verabschiedet aus dem „Dienst“ der Ferienwanderführer wurden Wilfried (Mitglied seit 1962) und Marianne Schmidt (Mitglied seit 1983), Walburga Waschke (Mitglied seit 1963), Hermann-Josef Beckmann und Hermann-Josef Ludwig (Mitglieder seit 1977), Margret und Werner Kieke (Mitglieder seit 1983), Elke Lumpe (Mitglied seit 1985), Helga und Günter Petersen (Mitglieder seit 1985).

Eine besondere Freude war die Überreichung des Goldenen Ehrenzeichens an Hildegard Wächter für ihren Einsatz in der Abteilung Meschede, im Bezirk Oberruhr und auf Hauptvereinsebene im Fachbereich Wandern.

Am nächsten Morgen stand eine Wanderung von Oberschledorn nachDüdinghausen auf dem Programm. Trotz kalter Winde genossen die Wanderfreunde den weiten Blick in die Medebacher Bucht. Über den Medebacher Bergweg, die Heidenstraße mit altem Grenzstein und den Sauerland Höhenflug erreichten sie die Auferstehungskapelle und ließen sich beeindrucken vom Blick auf Düdinghausen, das Dorf am Kahlen Pön. Hier, auf dem Kreuzberg, gesellte sich Horst Frese, Vorsitzender des Heimat- und Verkehsrsvereins und Geoparkführer, zu der Gruppe. Er zeigte die Wanderschätze des Dorfes: den Geologischen Rundweg und den Naturweg Kahler Pön, beides Premiumwege. An der Goldtafel in der Nähe des Borghagen-Steinbruchs erklärte er verständlich die Wanderung des Goldes aus dem Erdinnern über den Meeresboden in die Sauerländer Berge.

Die wechselvolle Geschichte der Freigrafschaft Düdinghausen zwischen Kurköln und Waldeck wusste Herr Frese interessant zu Gehör zu bringen durch Geschichten einzelner Familien, die auf Häusertafeln auch nachzulesen sind.

Im Kulturspeicher war eine Stärkung mit leckeren Waffeln vorbereitet, bevor der Drechsler, Herr Assmuth, in der Dreggestobe zeigte, wie sich früher in fast jedem Haus die Menschen ein paar Pfennige dazu verdienten, um nicht zu hungern.

Der Rückweg nach Oberschledorn war bei strahlender Sonne schnell geschafft.

Den Abend gestaltete Herr Frese mit einem Bildvortrag über „Gold und andere Schätze in der Medebacher Bucht“. Besonders der neue Medebacher Geschichtsweg war ein für Wanderführer interessantes Thema.

Am nächsten Morgen gaben Elke Lumpe und Knut van Gemmeren einen Rückblick auf „60 Jahre Arbeitskreis Ferienwandern“, gewürzt durch kleine Episoden, z. B.: So wanderte man vor 60 Jahren!

Ein Austausch der Wanderführer über ihre Erlebnisse rundete diese letzte Tagung des Arbeitskreises Wanderferien ab.


Jahrestagung 2014 des Arbeitskreises Wanderferien

In diesem Jahr trafen sich die Mitglieder des AK Wanderferien im Habichtswald, um das NSG Dörnberg mit den Helfensteinen zu erkunden. Die Sonne strahlte, als sich die Wanderführer auf den Weg machten. Ihr erstes Ziel war die Ruine Schauenburg mit herrlichem Rundblick in den Chattengau. Bei einer Führung auf dem Eco-Pfad Kloster Hasungen informierten  sie sich über das Leben des heiligen Heimerad, der als Eremit auf dem Burghasunger Berg lebte. Auf diesem Felsplateau  wurde später das Kloster Hasungen errichtet. Dann ging es weiter zum Dörnberg mit den beeindruckenden Helfensteinen, einer Gruppe von Basaltfelsen, die bereits vor unserer Zeitrechnung den Kelten als Kultorte dienten.

Auch die Einkehren kamen nicht zu kurz: Es war herrlich, in der Sonne vor dem Café Eden oder dem Bergcafé zu sitzen, die herrliche Landschaft zu betrachten und dabei Kaffee und köstlichen Kuchen zu genießen. Begeistert von der Landschaft, den ausgesprochen schönen Wegen und den gelungenen Rastplätzen kehrten die  Wanderführer in ihre Unterkunft zurück. Am Abend stellte Ihnen Frau Claudia Thöne, Geschäftsführerin der Habichtswaldsteig-AG, die Entstehung und den Verlauf des Wanderweges vor und überreichte jedem Teilnehmer eine Urkunde über seine geleistete Strecke. Sicher wird der Wanderweg in den nächsten Jahren im Angebot des einen oder anderen AK-Mitgliedes stehen.